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World Interferometry Day 2026

— Ilmenau als internationaler Treffpunkt der Interferometrie

Sechs Jahre nach der ersten Veranstaltung zog das wissenschaftliche Symposium zum World Interferometry Day am 20. April 2026 rund 120 Teilnehmende nach Ilmenau, darunter Vertreter von Forschungsinstituten, Universitäten und Unternehmen. Acht Vortragende aus fünf Ländern und drei Kontinenten machten deutlich, wie vielfältig und lebendig das Feld der Interferometrie heute ist.

Das Symposium
Seit seiner ersten Ausgabe hat sich der World Interferometry Day zu einem festen Termin in der internationalen Messtechnik-Community entwickelt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der TU Ilmenau und der SIOS Meßtechnik GmbH initiiert, mit dem klaren Ziel: den wissenschaftlichen Austausch über Grundlagen und Anwendungen der Interferometrie zu fördern – über Disziplinen und Institutionen hinweg.
2026 war die Resonanz so groß wie in keinem Jahr zuvor. Das Publikum aus Wissenschaft, Industrie und universitärem Umfeld stellte anspruchsvolle Fragen, diskutierte methodische Details und brachte eigene Erfahrungen aus der Praxis ein. Neben den Vorträgen bot eine Postersession Raum für den direkten Austausch – zwischen Forschenden, Industrievertretern, Studierenden und Referenten.

Wissenschaftliche Höhepunkte
Die thematische Bandbreite des Programms machte deutlich, dass Interferometrie heute weit mehr ist als eine Technologie für die Längenmesstechnik. Sie reichte von der Suche nach außersolaren Monden bis zur Spektroskopie mit Photonen, die ihren Detektor nie erreichen.
Beiträge kamen von:

  • Prof. Guanhao Wu / Tsinghua-Universität Peking
    Dual-Comb-Interferometrie: Methoden, Systeme und Anwendungen
     
  • Prof. Pascal Picart / Universität Le Mans, Frankreich
    Wie digitale Holographie Brücken für die interdisziplinäre Forschung schlägt
     
  • Dr. Chiara Lindner / Fraunhofer IPM Freiburg
    Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie mit nicht nachgewiesenen Photonen
     
  • Prof. Wolfgang Osten / Institut für Technische Optik der Universität Stuttgart
    Rekonstruktion, Prüfung und Verbesserung des historischen riesigen astronomischen Teleskops in Lilienthal
     
  • Prof. Jeff Kuhn / Institut für Astronomie, Universität von Hawaii
    Interferometrie und die Suche nach Exomonden und Leben im Universum
     
  • Prof. Felipe Guzman / Universität von Arizona
    Präzisionslaserinterferometrie für Beschleunigungssensoren
     
  • PhD Marco Pisani / INRIM Italien
    Von Metern zu Pikometern: Probleme und Lösungen für die praktische Interferometrie
     
  • Dr. Gaoliang Dai / Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Braunschweig
    Neuartige hybride Interferenz- und Rasterkraftmikroskopie
     

„Das Vortragsprogramm zeigt, welches Renommee dieses Symposium aufgebaut hat." so Dr. Denis Dontsov, Geschäftsführer, SIOS Meßtechnik GmbH
„Dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China, Frankreich, den USA, Italien und Deutschland nach Ilmenau kommen, um über Interferometrie zu diskutieren, ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von sechs Jahren konsequentem Aufbau. Für SIOS ist diese internationale Vernetzung von großem Wert: Wir erfahren aus erster Hand, wohin sich die Forschung bewegt, und können einschätzen, welche Ansätze in einigen Jahren in der angewandten Messtechnik relevant werden."


SIOS als Mitinitiator und Sponsor
Als Mitinitiator und Sponsor des World Interferometry Day war SIOS selbstverständlich vor Ort. Das Entwicklerteam verfolgte die Vorträge, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen und zu bewerten sowie zu prüfen, welche Ansätze für die Praxis der SIOS-Anwender künftig relevant werden könnten. Ziel war es nicht, fertige Antworten zu finden, sondern belastbare Ideen frühzeitig zu erkennen.

Besuch bei SIOS
Im Anschluss an das Symposium empfingen Dr. Denis Dontsov und Rudyard Urtecho zwei der internationalen Referenten – Prof. Guanhao Wu (Tsinghua University) und Dr. Gaoliang Dai (PTB Braunschweig) – zu einer Führung durch das Unternehmen. Die Gäste erhielten Einblicke in das Produktportfolio und den aktuellen Entwicklungsstand. Ein weiterer Beleg dafür, dass der World Interferometry Day nicht nur wissenschaftlichen Austausch ermöglicht, sondern auch die Grundlage für konkreten Dialog schafft.

Dank an die TU Ilmenau
Ein Symposium dieser Qualität entsteht nicht ohne erheblichen organisatorischen Aufwand. SIOS dankt der TU Ilmenau für die jahrelange partnerschaftliche Zusammenarbeit und die sorgfältige Ausrichtung der Veranstaltung. 

Bis zum nächsten Jahr
Der World Interferometry Day hat in den vergangenen sechs Jahren gezeigt, dass das Interesse an der Interferometrie als Grundprinzip der Präzisionsmesstechnik nicht ab-, sondern zunimmt. Die Themen werden breiter, die Referenten internationaler und die Diskussionen tiefer. Wer die Entwicklungen in diesem Feld verfolgen möchte, sollte sich den Termin für das kommende Jahr bereits vormerken.

 

Wir laden Sie ein, einen Blick auf unsere Fotogalerie zu werfen, um die Höhepunkte des World Interferometry Day zu erleben.